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Pressemitteilung: zum Europäischen Tag gegen Menschenhandel

Boppard, 18.10.2017

SOLWODI fordert von der Politik verstärkt Finanzmittel zur fachmännischen Betreuung von Menschenhandelsopfern  

In der Prostitution ist Menschenhandel in erster Linie Frauenhandel: Mehr als 90 Prozent der Opfer sind weiblich und kommen aus Afrika, Ost- und Südosteuropa. Sie werden oftmals unter falschen Voraussetzungen nach Deutschland gelockt und erleiden in der Prostitution schwerste körperliche und seelische Schäden.
"Gemeinsam können wir es ändern, dass Menschen in der Prostitution wie Waren gehandelt und damit in einer  modernen Form der Sklaverei ausgebeutet werden", appelliert  Sr. Dr. Lea Ackermann, Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation SOLWODI, an die Politik, die Gesetzgebung in Deutschland zu ändern. 
Seit 2002 hat Deutschland mit dem Prostituiertenschutzgesetz eine der liberalsten Gesetzgebungen zur Prostitution in Europa. Sr. Lea: "Damit ist Deutschland zum Transit- und Zielland für Opfer von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung geworden." 
SOLWODI fordert von der Legislative ein grundsätzliches Umdenken hin zum Sexkaufverbot, wie es das Nordische Modell vorsieht, das in Schweden, Island, Norwegen, Kanada, Nordirland, Frankreich und in der Republik Irland bereits Gesetz ist. Studien belegen, dass der Menschenhandel durch die zurückgegangene Nachfrage der Sexkäufer  in denjenigen Ländern, in denen das Nordische Modell umgesetzt wurde, zurückgegangen ist.  
SOLWODI kritisiert die jüngsten Entwicklungen im Prostitutionsrecht: Zum 1. Juli 2017 erfolgte die bundesweite Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes, das u.a. eine Kondompflicht für Sexkäufer, eine Erlaubnispflicht für Bordellbesitzer sowie eine Anmeldungspflicht und Gesundheitsberatung für Frauen in der Prostitution vorsieht. Der Ministerrat von Rheinland-Pfalz hat gestern die Landesverordnung zur Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) beschlossen, die baldmöglichst in Kraft treten soll. Das Frauenministerium in Mainz schätzt die Kosten der Umsetzung in Rheinland-Pfalz auf jährlich rund eine Million Euro. 
Sr. Lea: "Mit diesen Ausgaben ist keiner Frau in der Prostitution geholfen. SOLWODI berät und begleitet -oft hochtraumatisierte- Opfer aus der Prostitution. In unseren Beratungsstellen und Schutzhäusern arbeiten hochqualifizierte Fachkräfte. Die Politik muss bei diesem Thema umdenken: Gelder gehören nicht in den Bürokratismus, sondern als direkte Finanzmittel an Fachorganisationen."

Für Rückfragen, Interviewanfragen und weiter Informationen kontaktieren Sie bitte:
SOLWODI Deutschland e.V.
Ruth Müller
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Propsteistr. 2
56154 Boppard-Hirzenach

Tel: 06741-2232 (Zentrale)
E-Mail: mueller[at]solwodi.de
www.solwodi.de 
www.facebook.com/solwodi.de 
twitter.com/solwodi

 
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SOLWODI Deutschland e.V. "SOLidarity with WOmen in DIstress – Solidarität mit Frauen in Not" ist ein Verein, der Frauen in Notsituationen hilft und ist Anlaufstelle für ausländische Frauen, die durch Sextourismus, Menschenhandel oder Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind. Der Verein ist überparteilich und überkonfessionell. Gegründet wurde SOLWODI 1985 in Kenia und 1987 in Deutschland. In Deutschland ist SOLWODI mit inzwischen 17 Beratungsstellen, einer Kontaktstelle und sieben Schutzwohnungen für ausländische Frauen und Mädchen, die hier in Not geraten sind, vertreten.



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