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OKOA SASA - Help Now

"Rettung und Rehabilitation von Kinderprostituierten und sexuell ausgebeuteten jungen Frauen in Kisauni, Mombasa", Kenia.
Das Projekt wird im Januar 2018 starten und möchte innerhalb von 12 Monaten 15 Mädchen und junge Frauen bis max. 20 Jahren aus der Zwangsprostitution befreien.
Ziel von OKOA SASA ist die traumatisierten Mädchen und Frauen schrittweise zu therapieren und zu rehabilitieren, bis sie wieder in Schulen oder in Ausbildungen vermittelt werden können.
Durch die finanzielle Unterstützung der Oliver Herbrich Kinderfonds kann dieses Projekt realisiert werden.

OKOA SASA - aus dem Jahresbericht 2016

Early Child Education - aus dem Jahresbericht 2016

In Mombasa müssen sich schätzungsweise 15.000-20.000 Kinder und Jugendliche prostituieren. Extreme Armut und Inflation treiben immer mehr Familien dazu, ihre Kinder – meist sind es Mädchen – in die Prostitution zu geben. Fast ein Drittel aller Mädchen zwischen zwölf und 18 Jahren haben bereits Sex gegen Geld oder Geschenke gehabt. OKOA SASA leistet das, was der Name bedeutet: Hilfe – sofort! Im Jahr 2013 wurde das Projekt von Grace Odembo ins Leben gerufen. Ziel ist es, Frauen und Kinder in der Prostitution sowie Kinder, die Opfer von sexuellen Übergriffen geworden sind, zu unterstützen und sich für eine selbstständige, eigenverantwortliche und gerechte Gesellschaft einzusetzen. Dabei wird der Fokus besonders auf Gleichheit, Gerechtigkeit und individuelle Lebenseinstellungen gelegt, damit marginalisierte Gruppen und benachteiligte Gemeinschaften in der Lage sind, für ihre Rechte eigenverantwortlich einzutreten.

Die Hilfe von OKOA SASA richtet sich auch an HIV-infizierte und AIDS-erkrankte Frauen und Mädchen. In Selbsthilfegruppen, Trainings, Workshops und Kompetenzbildungsmaßnahmen wird ihnen geholfen, damit sie ihre Rechte erkennen und für sich nutzen können. Die Schulungen finden in der Dorfgemeinschaft statt, sodass die Teilnehmerinnen keine weiten Anfahrtswege haben. Die Einkommen schaffenden Tätigkeiten, in denen sie ausgebildet werden, sind die Herstellung von Seife, Verarbeitung von Baobabsamen, Backen, Nagelpflege, Maniküre und Pediküre und der Verkauf von Schmuck. 2014 nahmen insgesamt 130 Frauen an den Schulungen teil. Es wurden 13 Selbsthilfe- und Spargruppen gegründet, in denen sich junge Frauen untereinander emotional und auch finanziell unterstützten. Einige junge Frauen konnten sich dadurch erfolgreich selbstständig machen.

OKOA SASA führte vier Gruppentherapien für acht Frauengruppen durch. Die Therapien wurden von qualifizierten Beraterinnen geleitet, die auch in Hygiene- und Gesundheitsfragen aufklärten. Die wichtigsten Themen befassten sich mit geschlechtsspezifischer Gewalt, unter der die Frauen zu leiden haben. Frauen und Mädchen sind täglich sexuellen Übergriffen ausgesetzt, sie werden emotional oder physisch verletzt und können aus Unwissenheit nichts dagegen tun. Sie haben nie gelernt, dass die Misshandlungen ein Unrecht an ihrer Person sind. In den Gruppensitzungen stellten sie sehr viele Fragen. Sie öffneten sich und teilten ihre Gewalterfahrungen mit den anderen Gruppenmitgliedern. Diese Gespräche halfen den Teilnehmerinnen, sich gegenseitig zu ermutigen und zu unterstützen.

Die Aufsuchende Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit bei OKOA SASA. Besondere Streetworkaktivitäten wurden zur Tages- und Nachtzeit in den Touristengebieten und am Strand durchgeführt. Viele Mädchen halten sich dort auf, um sich weißen Touristen anzubieten. OKOA SASA bot Einzel- und Gruppenberatungen an, um den Mädchen zu helfen. Auch besuchten die Mitarbeiterinnen Frauen und Mädchen im Gefängnis oder in Krankenhäusern, um sie über ihre Rechte aufzuklären, psycho-sozial zu beraten und um mit ihnen neue Zukunftspläne zu entwickeln.

Die Töchter von Armutsprostituierten und Waisenkinder werden durch Bildungsmaßnahmen unterstützt. Grace und ihre Mitarbeiterinnen sorgten dafür, dass die Kinder eine Schule besuchen können, indem OKOA SASA die Schulgebühren zahlte und die Kosten für Unterrichtsmaterialien übernahm. In der Happy Dream Community School wurden so 20 Kinder unterstützt. Die Nachhaltigkeit der Maßnahme hat langfristig gesehen auch Auswirkungen auf die betroffenen Familien und die nachfolgende Generation.

Das OKOA SASA Rescue Center in Utange wurde 2013 ins Leben gerufen. 2014 fanden hier zehn Kinder im Alter von zwei bis 15 Jahren Schutz. Es können maximal 18 Kinder untergebracht werden. Die Kinder nehmen jeden Tag an Gruppen- wie auch Einzeltherapiesitzungen teil. Zudem werden Freizeitaktivitäten angeboten, die sie in ihrer mentalen und körperlichen Entwicklung unterstützen. Die Kinder konnten stabilisiert werden und sind nun in der Lage, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Ein elektronisches Alarmsystem wurde am Haus installiert, um den Schutz der Kinder zu sichern. Dank Spenden, konnten die Kindern ausgewogen ernährt und die Räumlichkeiten kinderfreundlich einrichtet werden.

OKOA SASA betreute und begleitete 113 Kinder auch außerhalb des Schutzhauses. Diese Kinder haben meist Eltern, aber ihre Lebenslage ist sehr schwierig. Sie sind in Gefahr sexuell ausgebeutet zu werden, da sie sehr arm sind, oftmals nichts zu essen haben und daher schnell in die Hände Krimineller geraten können. Ebenfalls konnten drei Kinder, die sexuell missbraucht wurden, nach intensiver psychologischer Behandlung im Schutzhaus erfolgreich durch Zusammenarbeit mit Polizei, Kinderschutzbeamten, Krankenhäusern und Therapeuten in die Gemeinde reintegriert werden. Regelmäßige Hausbesuche sorgen dafür, dass sie sich weiterhin in Sicherheit befinden.

Neben der Projektarbeit ist OKOA SASA mit anderen NGOs und Behörden gut vernetzt und leistet Aufklärungsarbeit über Themen wie HIV/AIDS, sexuelle Ausbeutung von Kindern, Gewalt gegen Frauen und Menschenhandel. Gemeinsam können sie die Rechte von sexuell missbrauchten Kindern stärken und wichtige Akteure über Missbrauchsfälle sensibilisieren. Es besteht eine Kooperation mit der örtlichen Polizei, Jugendämtern, KANCO, einem Zusammenschluss aus Organisationen die sich für Kinderschutz und Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt einsetzen etc. Durch die Öffentlichkeitsarbeit konnte die örtliche Gemeinde über sexuellen Missbrauch an Kindern und die dazugehörigen nötigen Präventionsmaßnahmen aufgeklärt werden.

Die Arbeit konnte 2014 durch die Unterstützung der Stadt Aalen, des Entwicklungspolitischen Netzwerks (ELAN) und der Missionary sisters of our Lady of Africa (White sisters), geleistet werden.

                                                                                                                             Grace Odembo



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