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Pressemitteilung: Menschenhandel kann in Europa nur mit einheitlicher Gesetzgebung effektiv bekämpft werden

Boppard, 26.06.2017

SOLWODI: Prostituiertenschutzgesetz durch Nordisches Modell ersetzen
Zum 1 Juli 2017 erfolgt die bundesweite Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes, das u.a. eine Kondompflicht für Sexkäufer, eine Erlaubnispflicht für Bordellbesitzer sowie eine Anmeldungspflicht und Gesundheitsberatung für Frauen in der Prostitution vorsieht. Bereits jetzt steht das Gesetz in der Kritik, weil Bundesländer ratlos sind und nicht wissen, wie es umzusetzen ist. Vielleicht scheuen sie auch den zusätzlichen unnützen bürokratischen Aufwand. In Rheinland-Pfalz kritisiert Frauenministerin Anne Spiegel die Praxisferne des Gesetzes.
SOLWODI fordert ein grundsätzliches Umdenken hin zum Sexkaufverbot. Mit diesem sogenannten Nordischen Modell wird der Fokus auf die nachfragende Seite, die Sexkäufer, gelegt. Die Frauen werden nicht kriminalisiert, ihnen werden Bildung, Ausbildung und sonstige Hilfen angeboten.
Das Gesetz zur Prostitution von 2002 hat Deutschland zum "Bordell Europas" gemacht. Auch das neue Gesetz berücksichtigt in keiner Weise die Gewalt, die psychischen und physischen Folgestörungen bei Menschen in der Prostitution, die immensen Schäden für die Gesellschaft insgesamt, die Kosten für den Steuerzahler in Milliardenhöhe, Prostitution als Motor des Frauenhandels.
Das Nordische Modell wurde 1999 in Schweden entwickelt und gesetzlich verankert, 2009 von Island und Norwegen übernommen, 2014 in Kanada eingeführt, 2015 in Nordirland, 2016 in Frankreich und 2017 in der Republik Irland. Das Europäische Parlament empfiehlt seinen Mitgliedsstaaten die Einführung des Nordischen Modells. Studien belegen, dass der Menschenhandel in denjenigen Ländern, in denen das Nordische Modell umgesetzt wurde, zurückgegangen ist.
SOLWODI-Vorsitzende Sr. Dr. Lea Ackermann: "Menschenhandel kann in Europa nur mit einer einheitlichen Gesetzgebung effektiv bekämpft werden. Der aktuelle gesetzliche Flickenteppich wird dazu führen, dass sich die negativen Folgen der Prostitution  in Deutschland weiter verschärfen. Ein vereintes Europa muss in grundlegenden Fragen deutlich mit einer Stimme sprechen. SOLWODI appelliert an den deutschen Bundestag, die deutsche Gesetzeslage an der Empfehlung des Europäischen Parlamentes auszurichten."

Für Rückfragen, Interviewanfragen und weiter Informationen kontaktieren Sie bitte:
SOLWODI Deutschland e.V.
Ruth Müller
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Propsteistr. 2
56154 Boppard-Hirzenach

Tel: 06741-2232 (Zentrale)
E-Mail: mueller[at]solwodi.de
www.solwodi.de 
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SOLWODI Deutschland e.V. "SOLidarity with WOmen in DIstress – Solidarität mit Frauen in Not" ist ein Verein, der Frauen in Notsituationen hilft und ist Anlaufstelle für ausländische Frauen, die durch Sextourismus, Menschenhandel oder Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind. Der Verein ist überparteilich und überkonfessionell. Gegründet wurde SOLWODI 1985 in Kenia und 1987 in Deutschland. In Deutschland ist SOLWODI mit inzwischen 17 Beratungsstellen, einer Kontaktstelle und sieben Schutzwohnungen für ausländische Frauen und Mädchen, die hier in Not geraten sind, vertreten.



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